23. Oktober 2018

Warme Apfel-Zimtschnecken

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Und plötzlich haben wir Herbst. Nach einem langen und unglaublich sonnigen Sommer fallen allmählich die Temperaturen und das alltägliche Leben in Berlin zieht sich wohl oder übel von den Straßen in die eigenen vier Wände zurück. Ich muss zugeben, es gefällt mir. Kerzen und literweise Tee haben sich bereits in meinen Alltag wieder fest verankert. Ebenso wie mein verlässliches Craving für Süßspeisen, was sich immer bei Temperaturen unter 20°C beharrlich einnistet. Aber da es weitaus schlimmeres gibt, gebe ich mich dem gerne hin. So entstand auch dieses Rezept, was ich heute mit euch teilen möchte. Apfel-Zimtschnecken. Seit klein auf habe ich ein besonderes Faible für sie, doch hielt ich die Zubereitung für viel zu kompliziert, als sie selbst zu backen. Stellt sich heraus: dem ist nicht so. Obgleich der Hefeteig für eine Stunde gehen muss, so kann man diese ganz gut nutzen um die verwüstete Küche wieder auf Vordermann/frau zu bringen.

Auch freue ich mich, dass ich für diesen Blogpost erneut mit REWE Bio zusammenarbeite. Vor einigen Wochen fragten sie mich, ob ich nicht ein Rezept mit ihrem Agavendicksaft erstellen möchte und stellten mir ihr Projekt „Weil Bio nicht gleich Bio ist“ und ihre Zusammenarbeit mit Naturland vor.
Zu allererst muss man erwähnen, dass es eine einheitliche EU-Öko-Verordnung gibt, an die sich alle Produzenten halten müssen, wenn sie ein solches Bio-Label erhalten wollen. (Das ist das grüne Label mit den zu einem Blatt angeordneten Sternen.) Nur wenn die Produkte diese europäischen Richtlinien erfüllen, dürfen sie zum Beispiel auch als „biologisch“, „bio“, „öko“ usw. verkauft werden. Hier findet ihr ein paar mehr Infos zur allgemeinen EU-Öko-Verordnung.
Da kommt Naturland ins Spiel. Ein internationaler Verband für ökologischen Landbau und unter anderem ein Produzent für REWE Bio. Sie verfolgen einen ganzheitlichen ökologisch-sozialen Ansatz und setzen sich weitaus strengeren Bio-Richtlinien aus, als die EU-Öko-Verordnung vorgibt.
Zwar spielen die ökologischen Richtlinien für Naturland ebenfalls eine große Rolle – so sind Naturland Höfe zu 100% Bio, um eine Kontamination und Verwechslung mit Nicht-Bio-Produkten auszuschließen – doch auch werden auf die Sozial-Standards großen Wert gelegt. (Welche bisher leider noch nicht in der EU-Öko-Verordnung festgehalten sind.) So umfasst der Richtlinienkatalog unteranderem die Punkte Menschenrechte, freie Arbeitswahl, Gleichstellung, Kinderrechte, Gesundheit und Sicherheit.
In Produktionsländern achtet Naturland stark auf soziale Verantwortung. Zum Beispiel durch Kontrolle von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (bei der Agavenernte wird beispielsweise darauf geachtet, dass jeder Arbeiter einen Beinschutz trägt und sich somit vor Verletzungen mit den scharfen Rundmessern schützt). Auch wird sich stetig um Gleichstellung und feste Arbeitsverträge für alle Arbeiter gekümmert. Mehr Informationen könnt ihr auf www.naturland.de finden. Dort gibt es unter anderem eine Gegenüberstellung der EU-und Naturland-Richtlinien, welche ich ziemlich interessant finde, um mal einen Überblick zu gewinnen, was alles als „Bio“ bezeichnet werden darf.

Bei der Herstellung von Agavendicksaft, kann man die Philosophie von Naturland sehr gut erkennen. Agavendicksaft wird aus der Blauen Agave gewonnen, die in Mexiko angebaut wird. Da die Agave ganzjährig angebaut wird, wird besonders darauf geachtet dem Boden ausreichend Nährstoffe zukommen zu lassen. Dies geschieht durch Untersaaten und Wildkräutern, was wiederum die Ansiedlung von Nützlingen fördert. Auch dürfen beim Anbau keinerlei chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Die Düngung geschieht lediglich durch Mulch der Beikräuter und den Mist von den auf den Flächen weidenden Kühen und Pferde. Bei der Verarbeitung der Pflanze zum Sirup wird dann nur mit möglichst niedrigen Temperaturen gearbeitet, um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten.
Um sicherzustellen, dass diese Punkte auch eingehalten werden, gibt es jährliche Kontrollen und eine transparente Rückverfolgbarkeit, damit am Ende genau klar ist, welche Stopps die Produkte vom Bauern bis hin zu uns gemacht haben.

Ich fand es ziemlich spannend mich in dieses Thema einzulesen, da ich zugeben muss, dass ich bis dato nur wenig über das Bio-Siegel und seine Kriterien wusste. Es ist schön zu sehen, dass sich REWE Bio für einen verbesserten ökologischen Kreislauf einsetzt.


 

Ein, zwei Anmerkungen zum Rezept möchte ich noch geben. Nach vielen, vielen Versuchen musste ich mir dann doch eingestehen, dass ich für die gewisse „Fluffigkeit“ der Schnecken zum Weizenmehl greifen muss. Daher habe ich eine Mischung aus Dinkelvollkornmehl und Weizenvollkornmehl entwickelt, bei der Teig und Schnecken genügend aufgehen und locker und fluffig werden. Alternativ kann man das Weizenmehl mit Mandelmehl ersetzen, sie werden dann jedoch ein wenig kleiner und nicht ganz so weich. Aber natürlich immer noch sehr lecker.
Auch habe ich im Rezept ein wenig Butter verwendet. Wenn ihr darauf keine Lust habt, könnt ihr diese leicht mit Kokosöl austauschen.
Und zu guter Letzt: das Rezept ist nicht super süß, also bleibt es euch überlassen, ob ihr dem Teig noch mehr Süße hinzugeben wollt. Mein persönlicher Favorit ist die Zimtschnecken mit Eiscreme zu reichen. Dann trifft warm trifft auf kalt und mild süß auf ziemlich süß. Tada!
Ich wünsch euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und Backen!

Recipe

Warme Apfel-Zimtschnecken

Details

  • Prep Time: etwa 30 Minuten, plus 1 Stunde Ruhezeit, plus 30–40 Minuten Backzeit
  • Servings: 12-14 Schnecken

Ingredients

Für den Hefeteig:

300 ml Pflanzenmilch (250 ml + 50 ml)
1,5 Packungen Trockenhefe (circa 10g)
3 EL Kokoszucker
350 g Dinkelvollkornmehl, plus etwas zum Bestäuben
350 g Weizenvollkornmehl
1 Prise Salz
1 ½ TL gemahlener Kardamom
1 ½ EL Zimt
½ TL gemahlene Vanille
100 g Bio-Butter oder Kokosöl
4 EL Süßungsmittel (z.B. REWE Bio Agavendicksaft)

Für die Füllung:

125 g Bio-Butter oder Kokosöl
4 EL Süßungsmittel (z.B. REWE Bio Agavendicksaft)
2 TL Zimt
1-2 Äpfel
1 Handvoll gehackte Mandeln

 

Instructions

  1. Für den Hefeteig 50 ml Pflanzenmilch kurz in einem Topf erwärmen, nicht kochen! Dann Hefe und Kokoszucker einrühren. Von der Herdplatte nehmen und mindestens 10 Minuten stehen lassen. Die Hefe sollte aufgelöst sein und kleine Bläschen auf der Oberfläche entstehen.
  2. In einer großen Schüssel alle trockenen Zutaten miteinander mischen und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe-Milch in die Mulde geben und alles zunächst mit einer Gabel zu einem Teig verrühren. (Am einfachsten geht es allerdings in einer Küchenmaschine). Dann Butter und Süßungsmittel zum Teig geben und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
  3. Den Teig zu einer Kugel formen, mit ein wenig Mehl bestäuben und 1 Stunde abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort aufgehen lassen.
  4. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig im Anschluss zu einem etwa 1 cm dicken Rechteck ausrollen. Dazu den Teig am besten zwischen zwei Lagen Backpapier legen.
  5. Für die Füllung Butter in einem Topf auf mittlerer Temperatur erhitzen, bis sie leicht bräunlich wird. (Falls hier Kokosöl verwendet wird, können gleich alle Zutaten miteinander vermischt werden.)
  6. Währenddessen Apfel waschen und in kleine Würfel schneiden. Der braunen Butter Agavendicksaft, Apfelstücken und Zimt hinzugeben. Für 5 Minuten köcheln lassen. Dann von der Herdplatte nehmen und leicht abkühlen lassen.
  7. Die Füllung gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig verteilen, dann mit gehackten Mandeln bestreuen. Den Teig von der längeren Seite her aufrollen. Dabei vorsichtig vorgehen, sollte der Teig an der Arbeitsfläche kleben bleiben.
  8. Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
  9. Die Rolle mit einem Messer vorsichtig in 12-14 gleich große Stücke teilen. Diese Rollen nebeneinander in eine passende Auflaufform (oder tiefere Pfanne) legen.
  10. Die Zimtschnecken im Ofen 30–40 Minuten backen. Dann herausnehmen und abkühlen lassen. Je nach Bedarf mit ein wenig extra Agavendicksaft bestreichen.

Welcome to my kitchen, my colourful world of nourishing foods. Here I choose to live healthy, eating whole, plant-based foods; a happy mix of vegetables, legumes, fruits, whole grains, nuts and seeds.

I am Pauline, a 22 year-old food lover and photographer from Berlin.

My recipes are simple, vegetarian dishes with plant-based and natural ingredients only. Perfect for everyday life. You do not have to be a skilled cook to have a balanced and healthy diet – I am not! An open mind and willingness to try out something new everyday shall be enough. It’s an infinite journey, and I am happy about everyone who decides to come along.

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